LSC - KREFELD 23:16 (10:9)

3. Bundesliga West

LSC GEWINNT TOP-SPIEL GEGEN KREFELD

LONGERICHER SC KÖLN – HSG KREFELD 23:16 (10:9)

Fünftes Spiel – fünfter Sieg: Gegen die HSG Krefeld setzte sich der Longericher SC Köln erneut durch und bezwang den vorherigen Tabellenzweiten mit 23:16 (10:9). Nur gegen die Zweitvertretung des VfL Gummersbach hat der LSC eine derart gute Bilanz.

Der Herbst schimmert für die Kölner Handballer immer mehr golden: 13:1 Punkte hat man seit Ende September eingefahren und am Samstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie viel Herz und Leidenschaft in der Mannschaft steckt. Die Verweigerung der Krefelder auf eine Spielverlegung auf den Freitagabend hatte bei der Mannschaft scheinbar zusätzliche Kräfte freigesetzt.

In die ausverkauften LSC-Halle kamen viele LSC-Zuschauer kostümiert und boten ein farbenrohes Bild. Die stimmungsvolle Kulisse bot den richtigen Rahmen für ein hartumkämpftes, aber jederzeit faires Handballspiel.

Simon Schlösser und Dennis Metrum meldeten sich pünktlich zum Spiel fit, so konnte der LSC in voller Besetzung antreten.

Bereits in der Anfangsphase wurde deutlich, dass Torhüter und Abwehrreihen das Spiel bestimmen werden. Gegen gute Deckungsreihen taten sich die angreifenden Mannschaften schwer und die herausgespielten Chancen wurden zumeist von Valentin Inzenhofer und seinem Gegenüber Ruch vereitelt.

So hatte der LSC bis zur 15. Minute erst 4 Treffer erzielt, den anfänglichen Rückstand glich Daniel Koenen dann zum 5:5 aus. Bis zur Pause blieb die Begegnung aber sehr ausgeglichen, Longerich ging mit einem hauchdünnen Vorsprung (10:9) in die Pause.

Wer nach der Halbzeitpause zu lange an der Theke verharrt hatte, verpasste nun die entscheidenden Minuten des Spiels. Der LSC kam wild entschlossen aus der Kabine, steigerte merklich das Tempo und konnte auch in der Deckung noch ein Quäntchen zulegen. Man zwang die Krefelder zu schlechten Wurfpositionen und konnte immer wieder die Kreisanspiele unterbinden oder Krefelds Kreisläufer Görden mit 2 Spielern stellen.

Man spielte sich kurzzeitig in einen Rausch, angestachelt von den enthusiastischen Zuschauern legte man einen 5:0 Lauf hin und führt in der 35. Minute mit 15:9. In einer Unterzahl kam Krefeld auf 15:11 heran. Jedoch blieb der LSC das tonangebende Team. Man spielte nun abgeklärt und nutzte die Offensive zu teilweise langen Angriffen. So überstand man auch weitere Unterzahlsituationen schadlos. Inzenhofer im LSC-Tor vernagelte weiter sein Gehäuse.

Vorne konnte der LSC immer wieder frische Leute einwechseln. Alle Spieler hatten so Anteil daran, dass man den Vorsprung immer weiter ausbauen konnte. Bis zur 48. Minute (17:11) hatte man gerade einmal 2 Treffer in Hälfte 2 kassiert. Als Benni Richter in der 52. Minute zum 20:12 per Siebenmeter einnetzte, war das Spiel vorentschieden. Als die Spannung gegen Ende etwas nachließ, kam der Gast noch zu einigen Toren und erzielte letztlich 16 Treffer. Bestwert für den LSC in Liga 3. So wenig Gegentore hat man bislang in keinem Spiel kassiert in den 2 1/2 Jahren in der dritten Spielklasse.

So stand am Ende ein verdientes 23:16 für den LSC, der einen willensstarken Auftritt hingelegt hatte. So hat es Krefeld nicht geschafft, den Kölnern den Karnevalsauftakt am 11.11. zu vermiesen.

„Wow! Das war ein fantastisches kölsches LSC-Handballfest! Tolle Leistung von allen Beteiligten, Mannschaft und Zuschauer haben heute allen Grund zum Feiern,“ so ein begeisterter Trainer Chris Stark. „Riesenkompliment an mein Team, wir haben sehr diszipliniert agiert und eine hervorragende Deckungsleistung gezeigt.“

Benni Richter war begeistert: „Wahnsinn, was hier heute los war! Es hat Riesenspaß gemacht, heute zu spielen und wir sind froh, dass wir die LSC-Fans mit einem Sieg belohnen konnten. Wir haben hochverdient gewonnen, waren die bissigere Mannschaft.“

Minutenlange stehende Ovationen begleiteten die Mannschaft bei kölschen Klängen in die Kabine, die gemeinsam in die Kölner Innenstadt zog und den Sieg und Karnevalsauftakt ausgiebig feierte.

Sonntagstraining ist beim LSC ungewöhnlich, stand aber diesmal auf dem Plan, denn bereits am Mittwoch geht es zum Derby nach Dormagen.

 

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