30. Spieltag

LSC - DORMAGEN 41:30 (16:13)

LSC FEIERT SCHÜTZENFEST GEGEN DORMAGEN

LONGERICHER SC KÖLN – TSV BAYER DORMAGEN 41:30 (16:13)

30. Spieltag, Platz 3 bereits längst in trockenen Tüchern, Derby gegen Dormagen, ausverkaufte Halle, Abschiedsspiel für 5 LSC-Akteure: vieles war drin am Samstagabend in der LSC-Arena und deshalb die Vorfreude auf das Spiel groß.
Die LSC-Fans verließen freudetrunken die Sporthalle, denn der LSC hatte ein Schützenfest abgeliefert, den letztjährigen Zweitligisten mit 41:30 abgefertigt, besonders in der 2. Hälfte (25:17) ein Offensivspektakel geboten und den zwölften Heimsieg in Folge eingefahren.

Das Spiel begann sehr ausgeglichen, nach 10 Minuten stand es 5:5 und es war bereits zu diesem Zeitpunkt klar geworden, dass sich beide Teams an diesem Abend nichts schenken werden. Zahlreiche Verwarnungen, Siebenmeter und Hinausstellungen hatte es bereits gegeben. Nachdem Dormagen kurz in Führung ging (7:8), übernahm der LSC durch besser werdende Deckung ein wenig mehr die Spielkontrolle und ging folgerichtig in Führung. Bis zur Halbzeit hätte man sich eine höhere Führung erspielen können, einige Chancen, beispielhaft seien die 2 verworfenen langen Wurfversuchen ins leere Tor genannt, blieben allerdings ungenutzt. Über 12:11 schaffte man mit einem 4:0 Lauf eine erste größere Lücke zu schaffen, 16:13 hieß es zur Pause.

In der zweiten Hälfte konnte der LSC das Spieltempo noch einmal steigern und setzte sich mehr und mehr von den Gästen ab. Christoph Schauf und Adrian Wirths konnten in dieser Phase mit Treffern und guten Aktionen in ihrem letzten Spiel überzeugen, auch Felix Janssen, Kiki Born und Jimmy Hoffmann zeigten in ihrem letzten Spiel ihre Fähigkeiten und ihren Wert für das Team.

Die Begeisterung war längst auf die Tribüne übertragen worden, die Zuschauer peitschten den LSC immer weiter an, auch nachdem man bereits eine deutlichere Führung herausgeworfen hatte. Als Wirths zum 27:17 einnetzte, tobte die Halle, erstmals hatte man eine 10-Tore-Führung erzielt. Maßgeblichen Anteil an der Führung hatte Valentin Inzenhofer im LSC-Kasten, der seine überragende Saison mit einem tollen Spiel abrundete, unter anderem 3 Siebenmeter entschärfte und in der Schlussviertelstunde für Nils-Thorben Schmidt und später Jonas Burggraf Platz machte.

Dennis Mestrum erzielte das zwischenzeitliche 32:20, der Vorsprung schmolz im Zuge von einigen 2min-Strafen jedoch wieder ein wenig, was den inzwischen eingetretenen Feierlichkeiten auf der Tribüne allerdings nichts antat.

Unrühmlicher Höhepunkt der zweiten Hälfte war der durchgezogene Schlagwurf von TSV-Linksaußen Noll, der die Verletzung des Gegenspielers Hartmann mit dem nachschwingenden Wurfarm in Kauf nahm und mit Rot hätte bestraft werden können.

Die Schlussphase gehörte dann den scheidenden Akteuren: Felix Janssen zum 36:35, Kiki Born zum 40:30 und Jimmy Hoffmann zum 39:29 und 41:30, besser hätte man die Geschichte des Spiels im Vorfeld nicht verfassen können.

Nach dem Spiel wurde es emotional, als Mannschaft und Zuschauer „En unsrem Veedel“ sangen und die Spieler unter tosendem Applaus verabschiedet wurden.

Trainer Chris Stark war nach dem Spiel überglücklich, auch wenn Wehmut mitschwang: „Zunächst einmal bin ich hochzufrieden mit unserer Vorstellung heute, trotz Verletzungsproblemen haben wir heute nochmal ein sehr gutes, temperamentvolles Spiel hingelegt und auch in der Höhe verdient gewonnen. Unsere Saisonleistung macht uns stolz, wir haben uns dieses Niveau hart erarbeitet und der dritte Rang ist einfach sensationell für unseren Club. Jeder weiß, dass wir im Team wie eine Familie zusammenhalten und der Abschied von Spielern emotionaler ist als vielleicht bei anderen Teams oder Vereinen. Daher schwang heute eine Menge Wehmut mit aber eben auch Zufriedenheit und Genugtuung über das tolle Ergebnis und den gradiosen Schlussakt am Ende der Karriere von den Jungs.“

Kapitän Chrisi Wolf: „Sprachlos! Einfach überragend! Toll dieser Schlussakt gegen Dormagen, die ja jahrelang doch recht offensichtlich von oben herab auf unseren kleinen Club schauten. 2 Siege gegen Bayer in den Derbies, megagut.“
Der LSC schließt die Saison auf Rang 3 ab und hat 48:12 Punkte eingefahren, mit dieser Punktzahl wäre man in der vergangenen Saison Meister geworden. Man hat in 30 Spielen über 900 Treffer erzielt und in dieser Serie insbesondere in puncto Spieltempo und Variabilität eine bemerkenswerte Entwicklung genommen.

Dass Zusammenhalt, Leidenschaft und Emotion bereits seit längeren zu den außerordentlichen Qualitäten der LSC-Mannschaft gehören, ist bekannt und kam diese Saison besonders dann zum tragen, als man erste Rückschläge und Niederlagen einstecken musste.

Die große Freude über Rang 3 feierte die Mannschaft mit Fans bis in die Morgenstunde in einem Club in Ehrenfeld, nun warten einige regenerative Wochen auf die Mannschaft, in der man sicherlich mit Zufriedenheit auf das Erreichte zurückblicken kann.“

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