HAGEN - LSC

3. Bundesliga West 29. Spieltag

LSC FÄHRT AM FREITAG MIT VIEL FREUDE NACH HAGEN

VFL EINTRACHT HAGEN – LONGERICHER SC KÖLN
Freitag, 29.04.17, 20.00 Uhr, Enervie arena

Zwei Spieltage vor Ende der Spielzeit kommt es in Hagen zum Spitzenspiel Zweiter gegen Dritter, Hagen gegen den Longericher SC Köln.

Hagen, als Absteiger mit aufgewertetem Kader als Aufstiegsfavorit in die Saison gegangen, liegt nach der Niederlage gegen Leichlingen nur noch einen Punkt vor dem LSC, dessen verblüffende Erfolgsserie nach wie vor anhält. Somit kommt es am Freitagabend zum direkten Duell um Platz 2.

Dieser würde zu einer Aufstiegsrelegation in die Zweite Bundesliga berechtigen, da in der 3.Liga Nord der Tabellenerste auf sein Aufstiegsrecht verzichtet. Deshalb wird unter den Tabellenzweiten der 4 Dritten Ligen aus Nord, Ost, Süd und West der vierte Aufsteiger ausgespielt.

Hagen hat Aufstiegsambitionen und bereits einen zweitligatauglichen Kader für kommendes Jahr zusammengestellt, die Mannschaft ist jetzt bereits mit viel Bundesligaerfahrung besetzt, darüber hinaus wurde nach 2 Remis in Folge Ende Februar der Ex-Lemgoer Bundesliga-Trainer Pfannenschmidt verpflichtet. Man plant schon seit geraumer Zeit die Relegation, die in Hagen stattfinden würde.

Der LSC hat Anfang März auf die Beantragung der Zweitliga-Lizenz verzichtet, nachdem der erste Aufstiegsplatz nach zwei Niederlagen in weite Ferne gerückt war. Die hohen Auflagen der Handball-Bundesliga wären möglicherweise, obwohl der Verein erst 2 Jahre in der Dritten Liga spielt und weiterhin im Wachstum steckt, zum Großteil zu stemmen gewesen. Großer Knackpunkt ist allerdings die Spielstätte. Die LSC Arena in Chorweiler entspricht so nicht den Anforderungen der Zweiten Liga. Eine Veränderung der Zuschauerränge, der LSC wäre für die Kosten aufgekommen, wurde im vergangenen Jahr vom Stadtbezirk abgelehnt. Dieses Beispiel zeigt, dass an dieser Stelle noch viel getan werden muss. Es kommt zum seit Jahren bestehenden großen Problem der „Sportstadt Köln“: Eine Veranstaltungshalle mit 1000-3000 Zuschauern, die für Handball, Basketball oder auch Volleyball für höherklassigen Sport nutzbar wäre, fehlt in der Millionenstadt.

Dennoch hat den LSC der Ehrgeiz gepackt, die zweite Tabellenposition zu erlangen. Dass man überhaupt gegen die Hagener, letztes Jahr noch Zweitligist, derart konkurrieren kann und nur einen Punkt Abstand hat, verdeutlicht aufs Neue die starke Saisonleistung der Kölner.  „Wir sind Sportler durch und durch und wir wollen wie immer gewinnen. Dass sich dadurch sogar der Sprung auf Rang 2 verwirklichen lässt, ist natürlich überragend,“ so Keeper Valentin Inzenhofer. „Uns ist jedoch auch klar, dass wir als klarer Außenseiter nach Hagen fahren. In der Rolle als Underdog haben wir aber bereits des öfteren überrascht. Wir haben ja gar nix zu verlieren, im Gegensatz zu unserem Gegner.“

Trainer Chris Stark hat ebenfalls die Vorfreude auf das Saisonfinale gepackt: „Dass unsere Saison nicht einfach so austrudelt, sondern bis zuletzt mit Spannung gefüllt ist, finde ich super. Ehrlicherweise muss man sagen: uns ist der Dritte Rang nicht mehr zu nehmen, wir spielen die erfolgreichste Saison der LSC-Vereinsgeschichte, die Stimmung bei uns könnte besser nicht sein und wir möchten jetzt noch 2 Spieltage mit unseren Fans eine tolle LSC-Party feiern. Wir bereiten uns wie immer akribisch vor und schauen mal, was in Hagen geht, möglicherweise gelingt uns eine Top-Leistung und eine erneute Sensation. Losgelöst vom Ergebnis dort freuen wir uns natürlich schon extrem auf das Derby gegen Dormagen und den Abschied unserer scheidenden Spieler.“

Letztmals im LSC-Trikot wird Adrian Wirths bei einem Auswärtsspiel teilnehmen. Der Kreisläufer hatte 2008 in Hagen sein erstes Spiel für die Erste des LSC gemacht. Am Ende der Spielzeit hängt er seine Handballschuhe, was den Spielbetrieb angeht, an den Nagel. Nach zahlreichen schwerwiegenden Knieverletzungen wurde „Adi“ immer wieder zurückgeworfen, zudem war der Studienaufwand mit Drittligahandball zuletzt nicht mehr zu vereinbaren. Trainer Chris Stark: „Ich kann seine Entscheidung verstehen und freue mich, wenn er auch in Zukunft beim Training ist und uns unterstützt. Ein ganz feiner Kerl mit eingepflanztem LSC-Gen, nie hat er für einen anderen Club gespielt und sich immer extrem in den Dienst der Mannschaft gestellt.“ Genauso wie bei Born und Janssen hat er derweil zugesichert, im Falle einer großen Verletzungsmisere zur Stelle zu sein und auszuhelfen.

 

TEAM-FAN-BUS:

Treff 16.50 Uhr, Kostenbeitrag 5 Euro

Anmeldung noch vereinzelt möglich. Interesse: Bitte einen Spieler/Trainer der Ersten kontaktieren und anmelden.

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