LSC - SGSH 20:21

3. Bundeliga West

KEIN HAPPY END IM HANDBALL KRIMI

LONGERICHER SC KÖLN – SG SCHALKSMÜHLE-HALVER 20:21 (12:10)

Saisonauftakt in der 3. Bundesliga, der LSC empfing die SG Schalksmühle und stand am Ende nach einer kämpferisch aufopferungsvollen Leistung mit leeren Händen da.

Der Start verlief vielversprechend, auch wenn man in der Offensive noch ein wenig fahrig agierte, konnte man in der Deckung von Beginn an eine Top-Leistung abrufen. Erst in der 20. Spielminute erzielte der Gast das erste Tor aus dem gebundenen Spiel zum 4:8 – Anschluss, nachdem man zuvor 2 Tempogegenstoßtore und 1 Siebenmeter hatte hinnehmen müssen. In der Folge kam im Angriff zwar besser in Tritt, jedoch traf nun auch Schalksmühle besser, so das vermehrt Tor auf beiden Seiten fielen. Nach dem 11:5 für den LSC in der 25. Minute schien man auf dem richtigen Weg zu sein, dann jedoch kam der eingewechselte SGSH-Keeper Vukas zu einigen Paraden und der LSC verpasste einen deutlicheren Pausenvorsprung.

Trainer Chris Stark: „Da denke ich besonders an zwei hundertprozentige Chancen kurz vor der Pause aus der Nahwurfzone, die ärgerlich waren. Wir haben es defensiv in der ersten Hälfte überragend gemacht und alle vorgenommenen Pläne erfüllt. Im Angriff schlich sich immer mal wieder ein Fehler ein, was im Saisonstartspiel aber sicherlich normal ist.“

Dennoch konnte der LSC, ohne die verletzten Richter, Dahlke und Reuland angetreten, mit einer knappen 12:10-Führung in die Halbzeit gehen.

Die Defensive funktionierte weiter prima, der Angriff stotterte dann jedoch zunehmend und man scheiterte mehrfach aussichtsreich am Gästekeeper. Die mangelnde Chancenauswertung war letztlich auch der großen Schlüssel dafür, dass man sich nie absetzen konnte in Hälfte 2. Zwar führte man lange mit einem Treffer, Schalksmühle glich allerdings regelmäßig aus.

In der Schlussphase hatte man dann Pech mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, die Kreis ab und Schritte beim LSC abpfiffen und Mestrum ohne Grund 2min gaben, ähnliche Situationen bei Gegner zuließen. Trainer Stark: „Stimmt auf der einen Seite durchaus, da war das Glück nicht bei uns, auf der anderen Seite haben wir uns selber zuzuschreiben, in den entscheidenden Phasen zu viele Fehler gemacht zu haben. Es war sehr schade, dieses Spiel zu verlieren, nach unserer Leistung in Hälfte 2 und den kämpfenden Gästen war der Gästesieg aber nicht unverdient, auch wenn ein Remis besser zum Spiel gepasst hätte und sich das meine Jungs verdient gehabt hätten.“

Nach Tim Hartmanns Ausgleich 70 Sekunden vor Schluss gestatteten die Referees dem Gegner einen sehr langen Angriff, der in einer Unterzahlsituation und schließlich einem 7-Meter-Strafwurf für Schalksmühle, den Weßeling 4 Sekunden vor Ende nutzen konnte, mündete.

In diesem packenden, hartumkämpften Spiel ging dadurch die SGSH als der glückliche Sieger hervor.

Für sein Team fand Stark dennoch auch lobende Worte: „Natürlich ist die Enttäuschung groß, wir wussten um die Schwere der Aufgabe und waren nah am Sieg. Die Bereitschaft war da, auch während der Vorbereitung verletzte Spieler und bereits in den Handballruhestand verabschiedetet Akteure (Born und Wagener) haben sich voll reingehauen. Wir werden uns steigern müssen, das ist klar, aber das werden wir auch schaffen, davon bin ich überzeugt.“

Die nächste Aufgabe wartet am kommenden Samstag in Minden.

Tore LSC: Schlösser 6/1, Wittig 4, Koenen 4, Born 2, Hartmann 2, Wagener 1, Mestrum 1

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